Bedeutung der Versorgung durch Angehörige in der Corona Pandemie

Die aktuelle Situation mit steigenden Covid 19 Erkrankungen erfordert einen kritischen Blick
auf die Ausgestaltung unseres Gesundheitssystems. Wir sind konfrontiert mit einer Krankheit,
die (nicht nur aber) insbesondere bei vulnerablen Personen, also bei Menschen, die schon
angeschlagen sind, einen schweren Verlauf nehmen kann und dann intensive stationäre
Behandlung erfordert. Diese Bevölkerungsgruppe muss ohne Zweifel geschützt werden. Ein
Fokus der präventiven Massnahmen auf sie, wird nicht die absoluten Fallzahlen senken, doch
kann sie die Belastung der stationären Gesundheitseinrichtungen und die Letalität reduzieren.

Alterseinrichtungen und Heime haben sich als Risikozonen herausgestellt. Entsprechend
werden dort sehr einschneidende Massnahmen ergriffen. Vor allem die Einschränkungen im
Besuchsrecht beeinträchtigen massiv die Lebensqualität der Bewohner, deren Mobilität sehr häufig stark eingeschränkt ist. Auch spitalexterne Dienste fahren ihre Leistungen auf das aller Notwendigste herunter, um nicht selbst Verursacher der Weiterverbreitung des Virus zu werden. In diesem Umfeld bekommen die Pflege und Betreuung durch die eigenen
Angehörigen eine wichtige Bedeutung. Nebst ihrem weithin anerkannten Nutzen bei der
Entlastung des Gesundheitssystems allgemein treten sie nun auch als risikoarme Form der
Versorgung ins Blickfeld. Die geringe Mobilität, welche sie erfordert, und die Beschränkung des Versorgungsnetzes auf wenige Personen bietet sowohl den Gepflegten als auch den Pflegenden erhöhten Schutz vor einer Ansteckung.

Was aktuell die grössere Verbreitung von Pflege zu Hause durch die eigenen Angehörigen
bremst, sind ungelöste Fragen bei der finanziellen Entschädigung der Pflegenden für ihren Aufwand. In vielen Situationen möchten sich Angehörige gerne mehr für Pflegebedürftige aus ihrem direkten Umfeld kümmern, doch es bedeutet einen hohen Ertragsausfall wegen
Reduktion oder Aufgabe der Berufstätigkeit. Ihnen stellt sich die Frage, von was soll ich leben? Hier zeichnet sich jedoch eine Lösung ab, denn mehrere Firmen in der Deutschschweiz
beispielsweise die AsFam GmbH im Kanton Zürich nehmen pflegende Angehörige auch ohne
formale pflegerische Ausbildung als Arbeitnehmer unter Vertrag und bezahlen Ihnen für die Zeit der für den Pflegebedürftigen geleisteten Grundpflege (z.B. Hilfe bei der Körperpflege, Essenseinnahme, Toilettenbenützung) einen Lohn. Ihr Modell fördert die Vereinbarkeit von
Beruf und Angehörigenpflege, hat das Potenzial, das Gesundheitswesen auf vielfältige Weise
zu entlasten und fördert gleichzeitig eine für die Gepflegten qualitativ hochstehende und
sichere Pflege.

Unterstützung pflegende Angehörige Martin Beck AsFam

MARTIN BECK

Pflegeleiter AsFam

martin.beck@asfam.ch
044 651 21 21
www.asfam.ch

Perspektiven in der Gesundheitsverordnung

Die Herausforderungen, mit welchen wir in den nächsten Jahren und Jahrzenten im Zusammenhang mit der Gesundheitsversorgung in der Schweiz konfrontiert sind, werden immer deutlicher spür- und sichtbar: eine wachsende Anzahl pflegebedürftiger Menschen, ein Fachkräftemangel, ungelöste Finanzierungsfragen. Um weiterhin flächendeckend eine qualitativ hochstehende und bezahlbare Versorgung gewährleisten zu können, stehen einige alternative Modelle bereits zur Verfügung, andere werden noch entwickelt und geprüft.

Für die Versorgung pflegebedürftiger Menschen brauchen wir unbestrittenermassen immer mehr Gesundheitspersonal, stossen aber heute schon an Grenzen. Selbst wenn die Mittel zur Verfügung stehen ist es für Institutionen im Gesundheitswesen oft unmöglich, genügend Personal zu rekrutieren. Die Belastung für die Beschäftigten steigt und manche kehren der Branche den Rücken, um nicht auszubrennen. Viele Berichte weisen darauf hin, dass Pflegebedürftige in Heimen und zu Hause heute schon weniger erhalten, als sie nach Minimalstandards bräuchten. Hier bewegen wir uns bereits in einem Teufelskreis.

Eine unabdingbare Ressource sind schon seit langem pflegende Angehörige also Personen, welche sich informell verpflichten, einen pflegebedürftigen Menschen bei sich zu Hause zu versorgen. Ihre Bedeutung wird immer breiter anerkannt, ist doch die statistisch ermittelte Menge solcher Leistungen höchst beeindruckend: 80 Millionen Stunden pro Jahr – wohlgemerkt unbezahlt. Diese Menschen braucht die Schweiz und sie wird immer mehr davon benötigen, soll das Ziel einer hochstehenden Gesundheitsversorgung weiterhin erreicht werden können. Diese Form der häuslichen Pflege sollte also gestärkt und auch formalisiert werden. Dies heisst auch, Hindernisse aus dem Wege zu räumen, welche sie erschweren. Personen, die motiviert sind, einen Angehörigen in seinem zu Hause zu pflegen, können dies aus wirtschaftlichen Gründen oft nicht umsetzen. Für die dazu benötigte Zeit müssten sie ihr Anstellungspensum reduzieren (falls das überhaupt geht) oder ihre Berufstätigkeit ganz aufgeben. Nebst den unmittelbaren finanziellen Folgen eines solchen Schrittes sind auch die langfristigen, nämlich die Lücke in der beruflichen Vorsorge, einschneidend.

Ambulante Pflege ist eine grundversicherte Leistung. Handelt es sich um die so genannte Grundpflege (z.B. Hilfe bei der Körperpflege, beim Aufstehen, der Toilettenbenützung, der Essenseinnahme) muss diese gemäss einem Bundesgerichtsentscheid aus dem Jahre 2006 nicht zwingend von einer Fachperson ausgeführt werden, um eine Kassenpflichtleistung zu sein. Voraussetzung ist jedoch, dass sie im Namen einer als Spitex zugelassenen Organisation ausgeführt wird. Das Modell pflegende Angehörige formell in die ambulante Betreuung einzubinden und ihnen für die geleistete Arbeit eine faire Entschädigung zu bezahlen, kann sofort eingesetzt werden und trägt zu einer möglicherweise entscheidenden Ressourcenerweiterung in der Gesundheitsversorgung bei.

Wenn ich einen Angehörigen habe, welcher bereits auf meine Hilfe und Pflege angewiesen ist, ist es keine Schande, für diesen Dienst – auch zum Nutzen der gesamten Gesellschaft – einen Lohn zu erhalten. Ganz im Gegenteil, wenn ich diese Arbeit im Namen einer anerkannten Organisation ausführe, wird meine Aufgabe sichtbar, transparent und zusätzlich qualitativ überprüft.

Im Zusammenspiel mit all den anderen Massnahmen und Modellen, die zur langfristigen Sicherung der Gesundheitsversorgung in der Schweiz eingesetzt und geprüft werden, trägt die Anstellung und somit die Assistenz pflegende Angehörige zu einer finanzierbaren Lösung bei. Aktuell bieten drei Organisationen dieses Modell in der ganzen Deutschschweiz an. Eine Prüfung ihrer Angebote lohnt sich auf jeden Fall, denn sie fördern nachhaltige Lösungen für die pflegerische Versorgung: persönliche, qualitativ hochstehende und regelmässig geprüfte Pflegeleistungen im häuslichen Umfeld gekoppelt mit Antworten auf die kurz- und langfristigen finanziellen Fragen derjenigen, die die Leistungen ausführen.

MARTIN BECK

Pflegeleiter AsFam

martin.beck@asfam.ch
044 651 21 21
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